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„Die Debatte um die RTL-Sendung ‚Erwachsen auf Probe’ zeigt wieder einmal die Bedeutung des Aus-Knopfes für die Fernsehkultur in Deutschland”, erklärte Herbert Barthelmes. Er ist im Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland zuständig für Familienthemen. „Wir sind Quote! Also bestimmen wir, die Fernsehzuschauer, auch über die Zukunft solcher Formate”, betonte er in Köln.
In der Serie «Erwachsen auf Probe» verleihen Eltern ihre eigenen Kinder an vier Teenager-Paare, die vor laufender Kamera lernen sollen, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Jeweils vier Tage lang werden sie dabei rund um die Uhr von einem Kamerateam begleitet. Trotz vielstimmiger Kritik und einer Strafanzeige wegen Verdachts der Körperverletzung hält RTL am Sendetermin in der kommenden Woche fest.
Erschreckend sei dabei, so Barthelmes, allerdings schon, dass „immer mehr die Schwachen instrumentalisiert werden, die sich nicht dagegen wehren können”. Während man bei Formaten wie Deutschland sucht den Superstar noch argumentieren könne „die Kandidaten wollen es ja anscheinend selber so”, sei dies bei den Babys der neuen RTL-Reihe anders. „Hier stehen auch die Eltern in der Verantwortung, die ihre Kinder für solche Experimente zur Verfügung stellen”, betonte Barthelmes. Klar werde durch den Hype um solche Sendungen, dass die Stärkung der Medienkompetenz eine große gesellschaftliche Aufgabe sei, der sich auch Verbände wie das Kolpingwerk stellen müssten. „Wenn der Verbraucher solche Formate durchs Raster fallen lässt und nicht einschaltet, werden sie auch nicht mehr von den Fernsehsendern entwickelt.”
„Die Debatte um die RTL-Sendung ‚Erwachsen auf Probe’ zeigt wieder einmal die Bedeutung des Aus-Knopfes für die Fernsehkultur in Deutschland”, erklärte Herbert Barthelmes. Er ist im Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland zuständig für Familienthemen. „Wir sind Quote! Also bestimmen wir, die Fernsehzuschauer, auch über die Zukunft solcher Formate”, betonte er in Köln.