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Mit einer Unterschriftenkampagne wendet sich das Kolpingwerk gegen Empfehlungen des EU-Parlaments an den Europäischen Rat, im Kampf gegen seltene Krankheiten Embryos zu untersuchen und gegebenenfalls zu vernichten. „Das ist Selektion menschlichen Lebens“, so Stephanie Günnewich, Vorsitzende des Kolpingwerks Diözesanverband Paderborn, „dies darf keine Methode sein, um Krankheiten auszumerzen“.
Paderborn. Anliegen des EU-Parlaments ist es, Kosten im Gesundheitswesen zu sparen. Dies soll nach der Empfehlung dadurch geschehen, dass seltene Krankheiten ausgemerzt werden. Dazu schlägt das Parlament vor, Eltern, die als Überträger solcher Erkrankungen in Frage kommen zu beraten und Embryos, die im Reagenzglas entstanden sind, zu untersuchen und im Falle des Falles auszusortieren.
„Wir verkennen nicht den Ernst dieses Problems, aber dass die Selektion menschlichen Lebens als Lösung in Betracht gezogen wird, erfüllt uns mit größter Sorge“, so Stephanie Günnewich. Nach christlichem Verständnis sei das menschliche Leben nicht verfügbar. Die Menschenwürde gelte als unantastbar und sei nicht gebunden an Leistungsfähigkeit oder Wohlergehen. „Wenn wir anfangen, das Recht auf Leben an Bedingungen zu knüpfen, wo werden wir aufhören?“ Es gelte die Krankheit zu bekämpfen, nicht den Kranken. Deswegen fordert das Kolpingwerk die Bundesregierung auf, die Empfehlungen im Europäischen Rat abzulehnen.
Die Unterschriftenaktion im Kolpingwerk läuft bis zum 30. Juni 2009. Die Listen (siehe Datei) sollen zu einem geeigneten Zeitpunkt der Bundesregierung übergeben werden.
Alle Kolpingsfamilien und Bezirksverbände werden gebeten sich zu beteiligen!
Ein Beitrag des Kolpingwerks Diözesanverband Paderborn . (siehe auch)
Die Unterschriftslisten liegen bei allen Veranstaltungen der Kolpingsfamilie Minden aus.
Für Fragen stehen wir Ihnen / Euch gern zur Verfügung
